Bestattungsformen

Individuell und vielfältig...

Wenn der Verstorbene sich nicht dazu geäußert hat, müssen Sie als nächste Angehörige als Erstes die Wahl zwischen einer Erd- und einer Feuerbestattung treffen.

 

Erdbestattung

Eine Erdbestattung auf dem Friedhof ist in Westeuropa die traditionellste Bestattungsform. Da der Sarg im Mittelpunkt der Feier steht, wird meistens ein etwas aufwendigeres Modell ausgewählt, das aber auch mit höheren Kosten verbunden ist.

Generell unterscheidetman zwischen Wahl- und Reihengräbern. Ein Wahlgrab kann in Größe und Lage variieren und somit auch als Familiengrab genutz sowie nach Ablauf der Ruhezeit verlängert werden. Die Ruhezeit beträgt in der Regel zwischen 25-30 Jahren (Gemeindeabhängig). Ein Reihengrab bietet diese Möglichkeiten nicht, ist dafür jedoch kostengünstiger.

Die Trauergemeinde begleitet den Sarg mit dem Verstorbenen nach der Trauerfeier zu seiner letzten Ruhestätte. Dort wird der Sarg abgesenkt, der Trauerredner oder der Pfarrer richtet noch einige Worte an die Trauernden. Für die Trauerbewältigung ist dies ein hilfreiches Ritual.

Nach dem Verschließen des Grabes kann dieses mit einer Kreuz versehen werden. Die Einfassung und Setzung eines Grabsteins ist ungefähr ein Jahr nach der Beerdigung möglich. Die individuelle Gestaltung des Grabes sowie Anpflanzungen sind möglich und erwünscht.

 

Feuerbestattung

Bei einer Feuerbestattung wird der Leichnam des Verstorbenen im Sarg verbrannt/eingeäschert. Erfahrungsgemäß wird zur Kremation ein einfacher, schlichter Sarg gewählt – ganz verzichten kann man auf den Sarg nicht, da er dazu dient, den Verbrennungsprozess zu beschleunigen. Gemäß den Umweltbestimmungen muss der Sarg umweltverträgliche Merkmale aufweisen (unbehandelte Oberfläche, biologische Sargwäsche etc.).

Die Trauerfeier am Sarg wird in einer Kapelle, Trauerhalle oder Kirche abgehalten, später wird der Sarg mit dem Verstorbenen zur Einäscherung in ein Krematorium überführt.
Zur Beisetzung der Urne kommen die Angehörigen noch einmal zusammen. Alternativ kann die Abschiedsfeier nicht am Sarg, sondern erst zur Urnenbeisetzung durchgeführt werden. Dabei wird die Urne aufgebahrt und mit der Trauergemeinde zur letzten Ruhestätte geleitet.

Bei Urnengräbern unterscheidet man ebenso zwischen Wahl- und Reihengräbern. Die Ruhezeit von Urnengräbern beträgt zwischen 15-20 Jahren (Gemeindeabhängig). Weitere mögliche Grabarten variieren je ach Friedhof oder Stadt. Bitte sprechen Sie uns an, was vor Ort möglich ist

 

Seebestattung (nach Feuerbestattung)

Bei einer Seebestattung wird eine wasserlösliche Urne im Meer außerhalb der Dreimeilenzone beigesetzt.

Eine Willenserklärung oder die besondere Verbindung des Verstorbenen zum Meer wird vorausgesetzt. An Bord ist eine Trauerfeier möglich, der Ablauf kann auf Wunsch von den Angehörigen mitgestaltet werden. Sie erhalten zur Erinnerung eine Seekarte mit den Koordinaten der Beisetzung. In Ost- oder Nordsee sind jährliche Gedenkfahrten üblich. An einigen Seehäfen gibt es große Findlinge, an denen Namenstafeln angebracht werden dürfen. Seebestattungen können generell in allen Weltmeeren stattfinden.

Wir arbeiten mit unterschiedlichen Seebestattungsreedereien zusammen und informieren Sie gerne ausführlich.

 

Naturbestattung (nach Feuerbestattung)

Auf einigen Friedhöfen, aber hauptsächlich im sogenannten RuheForst® oder FriedWald® dürfen Urnen im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt werden. Der natürliche Waldcharakter bleibt erhalten, und die Grabpflege übernimmt dementsprechend die Natur. Es ist meistens möglich, ein Namensschild des Verstorbenen am jeweiligen Baum anzubringen oder es wird ein Gedenkstein am Baum abgelegt. In unserer Nähe werden Naturbestattungen im Ruhewald Wittnau, Ruheberg Oberried, Lichtung der Ruhe Schliengen oder im Bestattungswald Endingen durchgeführt.

 

Anonyme Bestattung (nach Feuerbestattung)

Bei einer anonymen Bestattung wird die Urne in einem Rasenfeld des Friedhofs ohne Beisein Angehöriger sowie ohne namentlichen Hinweis auf den Verstorbenen beigesetzt. Der Friedhofsverwaltung ist der genaue Ort der Grabstelle bekannt. Diese Beisetzung ist eine vergleichsweise kostengünstige Alternative zu anderen Bestattungsarten, da weder Kosten für die Grabpflege noch einen Grabstein anfallen. Bei der Entscheidung für eine anonyme Bestattung sollten Sie allerdings berücksichtigen, dass es für die Angehörigen in Zukunft keinen "fassbaren" Ort des Gedenkens geben wird.

Die engsten Angehörigen sind gesetzlich für diese Auswahl von Bestattungsform und Grabart verantwortlich. Der Wunsch des Verstorbenen muss jedoch beachtet werden. Außerdem ist es wichtig, wer das Grab später regelmäßig besuchen möchte und die eventuell anfallende Grabpflege übernehmen kann. Es ist heute möglich, regelmäßige Grabpflege in Auftrag zu geben.

Warum ist Abschiednehmen wichtig?

Angemessen trauern...

 

Trost wünscht sich jeder Mensch, der mit dem Tod konfrontiert wird. Oft waren wir dabei und wissen, dass Abschied und Beisetzung, aber auch der regelmäßige Besuch der Grabstätte Halt und Erleichterung bieten können.

 

Eine persönliche Trauerfeier verbindet Familie und Freundeskreis für eine lange Zeit, die Erinnerung daran wirkt nach. Bei der Planung und Organisation der Trauerfeier stimmen wir die Dekoration und den Ablauf auf die besonderen Eigenschaften und Vorlieben des Verstorbenen ab. Ein Lokführer bekommt eine Lok; eine Oma, die gerne gestrickt hat, bekommt ihr Wollknäuel. Und für eine Frau, die gerne Handtaschen gesammelt hat, wählen die Angehörigen vielleicht eine Tasche aus, die bei der Trauerfeier viel über die Besitzerin und deren Sammelleidenschaft erzählt.

 

Wir möchten Sie daher bitten und ermutigen, sich in die Gestaltung Ihres Abschieds einzubringen – wir helfen Ihnen mit Anregungen und Ideen und setzen uns tatkräftig für Sie ein.

Gerne beraten wir Sie ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten

in einem persönlichen Gespräch.

 

Vereinbaren Sie hierzu einen Termin unter den Rufnummern

07636 13 43 / 07633 9 38 11 22 oder 07664 65 31

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